tandem lacrimans.

March 3, 2009

Wir haben das Ende des Schachtes erreicht. Ein neues Land. Ein unbekanntes Land, ein ungewohntes. Ich werde mich hier erst zurecht finden müssen. Gerade im Moment, nachdem wir den Boden erreicht haben, tut mir alles weh, klar. Ich liege auf der Erde und lasse meinen Tränen (endlich) freien Lauf. Das tut gut. Hilft, mit dem Schmerz klarzukommen. Zu kapieren, dass Selbstmitleid hier absolut nicht angebracht ist – denn ich habe doch nichts verloren außer der Wüste, aber so viel gewonnen! Nicht so viel wie ich gehofft hatte, aber man kann ja auch nicht immer alles haben. Und: vielleicht ist es auch mehr, nur sehe ich das zur Zeit noch nicht so ganz? Ich spüre, wie ich mich freue. Über den festen Boden in einem, soweit ich das überblicken kann, unendlich viel schöneren Land als das, das ich verlassen habe, und auf alles Kommende. Auf den, der mich hierher gebracht hat und auf all die anderen, denen ich hier begegnen werde, die ich teils schon kenne, teils noch nicht – das wird bestimmt ein Spaß! Gehabt euch wohl.

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